Vollständiger Bericht von Susanne:
Im letzten Jahr wurde bei mir eine Konisation vorgenommen, weil mein gynäkologischer Befund nicht in Ordnung war. Die befallene Stelle wurde am Gebärmutterhals entfernt und erst einmal als "geheilt" eingestuft. Für mich war das der Anlass nach dem Grund der das verursacht hat zu forschen. Meine Therapeutin gab mir Brandons Buch "The Journey". Die darin beschriebenen Theorien gefielen mir und das war mein erster Kontakt mit dieser Art des Heilens. Meiner Schwester schenkte ich ebenfalls dieses Buch, auch sie war angetan und forschte nach Journey-Therapeuten in Deutschland. Und ...na rate mal, wen sie dann fand.
Kurz, seit einem Jahr habt Ihr in meinem Hinterkopf geschlummert.
Als ich meine Therapeutin nach Ihr bekannten Journey-Therapeuten in unserer Nähe fragte, sagte sie, sie könne das auch. Wie gesagt so getan, wir führten es durch und blieben nach 2 Stunden komplett stecken. Mein Schlussbild war ein dicker, regloser, grauer Kloß....ich war das. Komplett handlungsunfähig. Prozess abgebrochen, Heilung nicht erfolgt. (Anmerkung: Therapeutin war nicht von Brandon Bays ausgebildet worden)
Ich habe gespürt, wie interessant diese Arbeit ist, aber ich wusste ich musste nochmal Anlauf nehmen. Ich verschob es erst einmal...und vergaß es wohl irgendwie auch.
Die letzten Monate habe ich mich dann sehr gequält, ohne dass ich es so richtig wahrhaben wollte.
Alles ist mir zunehmend schwerer gefallen, ich bekam vermehrt Schlafstörungen, begann abends Rotwein zu trinken (zum Entspannen), war gereizt, konnte keine Minute mehr ruhig sitzen bleiben, fühlte mich ständig gehetzt, überfordert, für alles verantwortlich, alleine gelassen, nichts wollte mir mehr richtig Freude machen, mir kamen die Tränen bei allen möglichen Gefühlszuständen, Kontakte habe ich fast alle gemieden (zu anstrengend), meine Konzentration war so beeinträchtigt (der Weg zum Neurologen war schon geplant), Informationen passten einfach nicht mehr in meinen Kopf-kein Fernseher, kein Buch, kein Gerede......und ich war sooooooo müde. Job, Ehe, Familie, Geldsorgen.....ich war alles soooooo müde!!!!
Im Nachhinein waren das alles extrem deutliche Zeichen, aber ich konnte und wollte sie nicht sehen.
Schließlich kam vor 7 Wochen dann der Zusammenbruch. Ich habe seit ca.9 Jahren einen Tinnitus auf beiden Ohren. Ich hatte damit existieren gelernt, aber dann wurde es so schlimm, dass ich dachte überschnappen zu müssen. Ich blieb zu Hause. Suchte meine sehr gute Heilpraktikerin auf. Ich bekam Cranio-Sacral-Therapie und nervenstärkende Mittel. Das Ohrgeräusch wurde erträglicher, der "Rest" brach nun zusammen. Ich war so unendlich traurig, antriebslos, kraft- und mutlos. Fix und fertig! Konnte und wollte einfach nur schlafen und nichts tun. Mein Hausarzt diagnostizierte eine Erschöpfungs-Depression."Braucht Zeit, dann wird das schon wieder werden. Ursache und Heilungsmöglichkeiten nicht klar....eine Therapie auf jeden Fall zu empfehlen!"
Durch die guten Kontakte meines Mannes, suchten wir auch einen fähigen Psychiater auf. Diagnose unausgesprochen, aber er gab uns ein paar gute Tipps wie wir das Ganze im Alltag bewältigen können. Machte mir Mut, dass das Zeit braucht und dann aber durch Maßnahmen wie Therapie, Spaß, Ruhe, Unterstützung im Haushalt, etc. wieder in den Griff zu bekommen sei. Er sah, dass ich die Kraft und den Willen habe, gesund zu werden.
Meine Heilpraktikerin baute mich parallel körperlich auf. Ich besuchte mein Yoga (mache das schon einige Jahre), eine Astrologin, eine Gruppe für Familienaufstellungen, meine Therapeutin und meinen Hausarzt. Informierte mich parallel im Internet, Büchern und Zeitschriften nach Heilungsmöglichkeiten. Zeitweise war ich so verzweifelt, weil die "Löcher in die ich fiel so schwarz waren, das es mir Angst machte. Mir und meiner ganzen Familie. Irgendwann schob mir meine Schwester zaghaft lächelnd den Ausdruck Eurer Internetseite zu......"so als Idee....als Impuls". Ich besuchte auch einen weiteren Heilpraktiker (von meiner empfohlen) der sich auf Heilhypnose spezialisiert hat. Den Besuch empfand ich als sehr gut. Ich spürte, dass sich etwas bewegte. Langsam griff alles in einander. Doch so richtig wollte es nicht werden...........
Der Familienrat tagte und wir beschlossen, ich muss mal von zu Hause raus. Eine Kur wollte ich nicht. Nicht noch mehr Leid um mich herum....ich wollte und will einfach nur noch heil werden. So kam es zu der Woche Laboe, bei den Eheleuten Wirth, bzw. bei Dir Detlev.
Die lange Zugfahrt in dem vollen Zug hat mich viel Kraft gekostet. Das hätte ich unmöglich ein paar Wochen vorher bewältigen können. Doch als ich ankam, konnte ich Luft holen. Es roch gut, es war ruhig und das Appartement war schön und für mich alleine sehr geräumig.
Der erste Journey-Prozess war "erst einmal" gut, aber gegen Abend und in der Nacht war es schrecklich. Es ging mir schlecht. Ich war panisch, das Schlafzimmer ängstigte mich auf das Äußerste, mein Herz raste, meine Familie fehlte mir so sehr ...ich bekam Angst vor dem "bösen Mann" Detlev.....es war furchtbar. Ich konnte fast die ganze Nacht vor Furcht nicht schlafen und wäre -hätte ich ein Auto gehabt am Liebsten abgerauscht. (Anmerkung: Es kann vorkommen, dass alte Verletzungen/Traumata auch auf den Therapeuten und hier sogar auf das Schlafzimmer übertragen werden)
Am nächsten Tag habe ich Detlev alles erzählt...alles! Das mit dem "bösen Mann", das Grobe, alles wie ich es gefühlt habe.
Nun hatte ich keinen großen Mut mehr auf solch eine Journey!!! Wir besprachen alles und begannen (tapfer!!!) die zweite Reise. Meine Prozesse waren von Anfang an sehr tief. Ich erlebte sehr viel, durchlebte viel, wir konnten viele Türen öffnen, viel Schmerz erleben und heilen. Ich habe durch diese Journeys einige extrem erhebende und aufbauende Momente erleben dürfen. Ich bin katholisch erzogen worden, habe daher vorher schon ein Verhältnis zu Gott entwickelt, aber es war für mich ein Glaube. Nun weiß ich bestimmt das es Gott gibt und wie es sich anfühlt angekommen und heil zu sein. Es ist ein Geschenk so etwas auch nur einmal spüren zu können...und ich durfte es gleich mehrmals erfahren. Das war wirklich wunderbar.
Es gab dann nochmal eine fürchterliche Nacht....voller Angst. Wieder in diesem komischen Schlafzimmer. Detlev nahm es mit auf und schaffte es, mich wieder "einzusammeln". Es hat mich stellenweise so viel Überwindung gekostet, mich meinen Themen zu stellen. Aber es hat funktioniert. Detlev und ich waren ein gutes "Team"...ich war ehrlich und er hat was daraus gemacht. Er fand immer Wege mich wieder an die "Hand" zu nehmen und ein Stück weiter zu führen. Und manchmal war das alles andere als leicht.
Die Zeiten zwischen den Prozessen habe ich für mich genutzt. Ich bin sehr, sehr viel sparzieren gelaufen. Habe den Strand und Laboe als Kraftquelle genutzt. Habe mich alleine versorgt und mir gesundes und ausgewogenes Essen gekocht. Viel Obst und Gemüse, viel Tee und Wasser. Menschen, soweit es möglich war, gemieden. Den Fernseher und das Radio auch. Nur manchmal CDs, schöne Bücher und die Telefonate mit meiner Familie. Nach 4 Tagen habe ich sogar einen kleinen Nähkurs besucht. Sehr intim, in einem kleinen Nählädchen. Das war perfekt für mich. Für meine Heilung. Auch die Ruhe und die Natur, das Alleinsein, mal keine Pflichten zu haben, keine Kompromisse zu machen.....für mich war das perfekt. Zumal ich die Journeys als sehr fordernd und kraftzerrend empfunden habe, war der "Rahmen" von Laboe einfach perfekt.
Am 6. Tag in Laboe bemerkte ich schon gravierende Unterschiede in meinem Inneren. Ich begann mich wieder an Dingen von Herzen erfreuen zu können. Mir fiel wieder richtig auf, wie schön die Welt und vor allem auch mein Leben ist. Mein Herz verlor seinen Grauschleier. Meine Seele hat nicht mehr die beschwerten, amputierten Flügelchen. Es fühlte sich alles viel besser an.
Nun bin ich wieder einige Tage in meinem Umfeld bei Frankfurt. In meiner Familie, meinem Alltag (nur nicht in meinem Job-ich bin noch krankgeschrieben). Hier übe ich jeden Tag mindestens 3x mit dem was ich erfahren habe, in Verbindung zu treten. Mit Gott, dem Licht in mir und der Ruhe die davon ausgeht. Ich gehe täglich eine Stunde walken und fühle was ich brauche.
Es geht mir gut. Es wird noch brauchen, bis alles so kraftvoll wird, wie ich es mir wünsche. Ich wieder voll arbeiten kann....,aber ich kann wieder lachen, mich an Dingen erfreuen. Es geht mir mit meiner Familie gut. In mir ist etwas passiert und die anderen können es auch spüren. Wir müssen uns alle neu orientieren und ich spüre, dass es Zeit und Übung bedarf. Ich arbeite daran, wie ein kleines Kind das Laufen übt. Ich bin vorsichtig und behutsam. Manchmal habe ich Bedenken, das alles auf einmal wieder anders sein könnte........aber tief in meinem Innern spüre ich, dass alles gut werden wird. Schöner, als es jemals vorher war. Das ich gerade ein neues Leben geschenkt bekommen habe...und das dieser Zusammenbruch sehr bedeutend und lebensrettend für mich war.
Danke für alles, für diese wunderbare Woche und Deine tolle Arbeit, Detlev. Es war auch gut zu wissen, dass Du in dieser Woche jederzeit erreichbar warst, um auftauchende Fragen beantworten oder gar klären zu können. Sollte ich nochmal für eine längere Zeit kommen, buche ich eine Woche mit Journey-Prozessen und dann noch eine Woche Urlaub anschließend. Dann ist es absolut perfekt.
Alles, alles Liebe und viel Erfolg für alles
Susanne